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Prof. Dr. Hans-Jörg Neuschäfer

Prof. Dr. Hans-Jörg Neuschäfer

Reihe des spanischsprachigen Films im Filmhaus (Mainzerstrasse)
präsentiert von Prof. Hans-Jörg Neuschäfer

 

Wie im letzten Jahr findet auch im Herbst 2008 wieder eine spanische Reihe im Saarbrücker Filmhaus statt, die von Prof. Hans-Jörg Neuschäfer präsentiert wird, jeweils donnerstags um 20 Uhr, und zwar am 20. und 27. November, sowie am 4. und 11. Dezember. Gezeigt werden vier Filme aus der jüngsten Produktion, alle in der Originalsprache und mit englischen Untertiteln.

 

  TERMINE:

  • Do, 20.11.08, 20:00: »Te doy mis ojos«
    von Iciar Bollaín. Spanien 2003, 103 min.
  • Do, 27.11.08, 20:00: »Mataharis«
    von Iciar Bollaín. Spanien 2007, 95 min.
  • Do, 4.12.08, 20:00: »Habana Blues«
    von Benito Zambrano. Spanien/Kuba 2005, 119 min.
  • Do, 11.12.08, 20:00: »El método«
    von Marcelo Piñeyro. Argentinien/Spanien 2004, 117 min.

 

Den Anfang machen zwei Filme von Iciar Bollaín (*1967), die eine der herausragenden Regisseure der jüngeren Generation ist. Von ihr war in der Filmreihe des Jahres 2007 schon "Flores de otro mundo" zu sehen. Am 20. November wird der Film "Te doy mis ojos" (2003) gezeigt, der das in Spanien hochaktuelle Thema der violencia doméstica , der "häuslichen Gewalt", behandelt. Dies geschieht, wie immer bei Iciar Bollaín, dokumentarisch genau aber auch mit Empathie für beide Seiten - Frau und Mann. Der Film wurde mit sieben ‚Goyas' - den wichtigsten spanischen Spielfilmpreisen - ausgezeichnet.

 

Der zweite Film von Iciar Bollaín ist am 27. November zu sehen. "Mataharis" (2007) erzählt die Geschichte einer Madrider Detektei. Der Chef ist ein Mann, die eigentlichen "Mataharis" aber, die Ermittler und ‚Spione', sind Frauen, denen die Kamera immer eng auf den Fersen bleibt (auch während sie selbst Situationen verdeckt filmen). Ihre Aufträge führen sie mitten in die Lebenswirklichkeit unserer Zeit. Dabei sehen sie sich aber auch unversehens mit ihrem eigenen Leben und dem ihrer Partner konfrontiert.

 

Es folgen zwei spanisch-lateinamerikanische Produktionen. Am 4. Dezember ist es der Film "Habana Blues" (2005) des bekannten spanischen Regisseurs Benito Zambrano (dem Autor von "Solas"). Zambrano hat an der Filmhochschule in Habana sein Handwerk gelernt. Mit diesem, ausschließlich in Habana spielenden, Film stattet er gleichsam seinen Dank dafür ab. "Habana Blues" ist ein Film über kubanische Musik; aber auch ein Film über das von Spaniern und Exilkubanern beherrschte knallharte Musikgeschäft. Und er ist eine mitreißende Hommage an den Behauptungswillen, den Stolz und den Humor der Kubaner.

 

Den Abschluß bildet am 11. Dezember "El método" (2004) des Argentiniers Marcelo Piñeyro. Während draußen eine Großdemonstration von Globalisierungsgegnern tobt, wird in der aseptisch ausgestatteten Zentrale eines global player-Unternehmens eine Gruppe von erfolgeichen Managern (fünf Männer und zwei Frauen) einem raffinierten verhaltenspsychologischen Test unterzogen, in dem sie ihre Eignung für einen Posten auf der Chefetage zeigen müssen. Ein Film, der seine intensive Spannung nicht aus einer äußeren Handlung zieht, sondern aus dem trotz urbaner Umgangsformen gnadenlosen Verdrängungsspiel, bei dem am Schluß nur einer der ‚Sieger' sein kann. Zu welchem Preis?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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